Das wird man ja noch mal sagen dürfen...(Nr. 19533)

11.09.2019 18:00 Uhr

Wer die Sprache prägt, prägt die Meinung. Dementsprechend hart ist inzwischen der Kampf um die Sprache im öffentlichen Raum. Da muss umfangreich gegendert werden, um auch die letzte sexuelle Orientierung sprachlich mit abzudecken, aus Flüchtlingen werden Geflüchtete, Vater und Mutter werden zu Elternteilen. Und auch in spezifischen politischen Diskussionen etablieren sich Kampfbegriffe wie "Herdprämie" oder "Flüchtlingswelle", um ganz bestimmte Emotionen auszulösen. Wir fragen, wie wir noch in der Sache diskutieren wollen, wenn wir uns schon bei den Begriffen und der Sprache maßregeln und einengen lassen. Braucht echter demokratischer Streit nicht auch das klare Wort? Und wie fühlen sich eigentlich diejenigen, die nicht jede sprachliche Nuance mitmachen können oder wollen? Wer kümmert sich eigentlich noch darum, dass Sprache das bleibt, was sie immer war: eine übergreifende, kulturelle Gemeinsamkeit zur Beschreibung von Wirklichkeit? Ein wortreicher Abend bei uns im Bleicherhaus.

Leitung:
Felix-Daniel Ekberg

Kosten:
7,- €