Hamburg und der Kolonialismus(Nr. 19315)

21.10.2019 bis 25.10.2019

Wo hört der Handel auf und wo fängt der Kolonialismus an? Natürlich ist Hamburg immer internationale Handelsmetropole gewesen und profitierte sehr vom Kolonialismus des Deutschen Kaiserreichs. Rohstoffe und Märkte öffneten sich, Geld floss und Dynastien wuchsen. Auf wessen Kosten, das interessierte anfangs niemanden. Doch inzwischen wächst die Erkenntnis, dass Kolonialismus schlicht Ausbeutung war und im schlechtesten Falle Sklaverei und Völkermord. Und so manchem dämmert, dass auch nach der Aufgabe aller Kolonien der Welthandel alles andere als "gerecht" ist. Wo früher Armeen und Kolonialbeamte die Ausbeutung organisierten, sind heute global agierende Konzerne und die Politik am Werk, um Ressourcen und Handelswege zum eigenen Vorteil zu nutzen. So ist dieser Bildungsurlaub nicht nur für historisch Interessierte, die wissen wollen, wie eigentlich die Waren in den "Kolonialwarenladen" kamen, sondern auch für jeden, der mit offenen Augen die internationalen Handelsströme anschaut und wissen will, welche Rolle er in diesem Spiel spielen kann und soll. Und damit ist der Blick auf den Kolonialismus hochaktuell, was auch das starke öffentliche Interesse erklärt, das dieses Thema derzeit erregt und dessen Teil wir in diesem Bildungsurlaub sein wollen.

Leitung:
Dr. Susanne Limmroth-Kranz
Anna Prochotta

Kosten:
185,- €