Strafvollzug in Hamburg(Nr. 18508)

28.02.2018 18:00 Uhr

"Wegschließen, und zwar für immer!" - mit diesen markigen Worten leistete der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder im Jahr 2001 einen stammtischreifen Beitrag zu der Diskussion um Haftstrafen für Sexualstraftäter. Der Ruf nach härteren Strafen -gemeint sind dabei normalerweise entsprechend drakonische Urteile- ist ebenso ein wiederkehrender Teil der politischen Rhetorik wie die Ansicht, dass eine Haftstrafe nur ein Urlaub auf Staatskosten sei oder dass aller Kriminalität nur eine schwere Kindheit schuld- und strafmindernd zugrunde liegt. Wenig Beachtung finden dabei oft die tatsächlichen Details des Strafvollzuges. Sein Zweck und seine Gestaltung waren bundeseinheitlich geregelt, mittlerweile gibt es in jedem Bundesland eigene, wenn auch ähnliche, Gesetze. Wir befassen uns mit dem Sinn und Zweck von Strafvollzug, mit der Frage nach den Grenzen in Sinn und Zulässigkeit und mit möglichen alternativen Methoden des Strafvollzuges. Was bedeutet Generalprävention, funktioniert Abschreckung und warum verlor die Stadt Hamburg vor dem Bundesverfassungsgericht gegen einen Strafgefangenen? Bei uns im Bleicherhaus und sicher keine Strafe.

Leitung:
Felix Ekberg

Kosten:
7,- €