Brüder zur Sonne zur Freiheit. Die DDR und die Wiedervereinigung.(Nr. 20305)

06.04.2020 bis 10.04.2020

Die Geschichte der DDR begann ambitioniert und endete im Fiasko. Gesellschaftlicher und materieller Aufbaugeist endeten nach wenigen Jahren sowjetischer Gängelung und Ausbeutung in erneuter Diktatur, Mangelwirtschaft und dem Ende der Hoffnung für alle Demokraten. Wieder bestimmte eine Einheitspartei das politische Leben, wieder füllten sich die Lager und Gefängnisse mit Dissidenten und wieder überdröhnten sinnlose Parolen die ernüchternde Realität. Die junge Generation im Osten durchlebte eine komplett andere politische Sozialisation. Das Misstrauen in den Staat, der einen gleichzeitig versorgte und bespitzelte, die erzwungene Aufgabe von Lebensträumen und individuellen Hoffnungen und die offensichtliche Gefangenschaft hinter Mauer und Stacheldraht erzeugten einen Druck, der in wenigen Wochen zum Zusammenbruch der DDR führte. Plötzlich stand die Gestaltung der Einheit in der „Berliner Republik“ auf der Agenda. Seit 1990 ist Deutschland wiedervereinigt in einer komplett veränderten Welt, in der wir uns nur langsam zurechtfinden. Europa, eine neue Rolle Deutschlands, innere Brüche zwischen Ost und West, enttäuschte Hoffnungen und überzogene Erwartungen lassen manchmal das Erreichte kleiner erscheinen, als es ist. Wir wollen die Zeit der DDR, die Wiedervereinigung und die „Berliner Republik“ in den Blick nehmen, um gedanklich zusammenzufügen, was zusammengehört. In Berlin.

Leitung:
Anna Prochotta

Kosten:
475,- € inkl. Bahn/Ü/DZ/F/ÖPNV/Programm | EZZ: 65,- €