Die Waffenschmiede des Proletariats: Das Besenbinderhaus(Nr. 19643)

08.10.2019 11:00 Uhr

Die Geschichte der Gebäude am Besenbinderhof ist auch eine Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung und der Stadt Hamburg im 20. Jahrhundert. August Bebel sah hier die "geistige Waffenschmiede des Proletariats", doch es erfüllte auch ganz irdische Bedürfnisse nach Nahrung und Unterkunft für Arbeiter. Natürlich war es den Nazis sofort ein Dorn im Auge und wurde im Mai 1933 besetzt und fand erst 1945 wieder zu seiner Bestimmung zurück. Inzwischen finden wir hier ein Genossenschaftsmuseum und den restaurierten Musiksaal, in dem 1963 eine legendäre Fernsehsendung aufgezeichnet wurde. Heute residieren hier Gewerkschaften und ihre Bildungswerke und vielleicht bildet dieser Weg des Hauses auch ein wenig die Entwicklung von der kämpferischen Arbeiterbewegung bis zur mächtigen Gewerkschaft mit großem Apparat ab? Wir erforschen Bau und Geschichte auf unserem Rundgang.

Leitung:
Anna Prochotta

Kosten:
15,- €