Aktuelles

Weihnachtspause

Die Geschäftsstelle ist vom 22. Dezember 2016 bis zum 2. Januar 2017 geschlossen. Wir wünschen alle ein Frohes Fest und einen Guten Rutsch. Wir sehen uns in 2017.

Anmeldungen über die Homepage sind jederzeit möglich.

 

Ihr Team der SG

Das neue Programm 2017 ist am Start

Foto 08.12.16 10 25 02 2Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Es war reich an Verwerfungen und Überraschungen. Liebgewonnene Gewissheiten sind erschüttert worden, neue Herausforderungen zeichnen sich ab. Der Brexit, der neue amerikanische Präsident Donald Trump und das lautstarke Getöse von Populisten aller Couleur machen Politik in Deutschland und Europa nicht einfacher.

Bei aller Kritik erweist sich Deutschland in dieser Zeit als Stabilitätsanker mit geringer Arbeitslosigkeit, hoher Produktivität und stabilen politischen Rahmenbedingungen. Wo wir verzagt auf dies oder jenes schauen, beneidet man uns im Ausland um unsere robuste Wirtschaft und honoriert die Leistungen, die Deutschland in der humanitären Notlage der Flüchtlingskrise erbracht hat.

Lassen Sie uns alle gemeinsam daran arbeiten, dass wir uns diese entscheidenden Stabilitätsfaktoren nicht nehmen lassen. Nicht durch Populisten, die -ohne Lösung im Gepäck- alles torpedieren, die die sozialen Netzwerke mit Falschmeldungen, Lügen und Hass fluten, aber auch nicht durch uns selbst, die wir jeden Tag nach dem richtigen Weg suchen, nach den richtigen Informationen und Antworten, um unserer Aufgabe als mündiger Bürger nachzukommen. Denn Politik ist nicht nur für die Regierenden komplizierter geworden, auch für uns Bürger. Die Informationen sind komplexer, die Falschinformationen zahlreicher, die Lautstärke größer und der Chor vielstimmiger.

Wir stellen Ihnen mit unserem neuen Programm 2017/1 wieder einen breiten Kanon von Themen zur Verfügung, um Grund und Linie in all die Themen zu bringen. Wir nehmen uns mehr Zeit für ein Thema, als eine Twitter-Meldung und wir wissen, dass es die eine Lösung nie geben kann.

Unser Programm ist bereits online buchbar, unser Heft sollte kurz vor den Feiertagen bei Ihnen sein.

Wir freuen uns auf Sie und wünschen allen unseren Gästen und Teilnehmern ein gesegntes und friedliches Weihnachtsfest!

Ihr

 

Matthias Fischer

-Geschäftsführer-

Das neue Programm 2016/2 ist in Arbeit

Neues ProgrammDer Sommer steht auch in Hamburg in den Startlöchern, da macht auch so mancher seine Planungen für das zweite Halbjahr oder sogar schon 2017. Unser Programm steht und ist hier über die Homepage auch schon buchbar. Unser gedrucktes Heft ist in Arbeit und wird aller Voraussicht nach noch vor dem EM-Endspiel am 10. Juli 2016 bei Ihnen im Briefkasten liegen, wenn Sie bei uns registriert sind oder in den letzten Jahren etwas bei uns gebucht haben. Falls nicht, melden Sie sich noch schnell in der Geschäftsstelle, damit wir Sie in den Verteiler aufnehmen können.

Besonders hinweisen möchten wir Sie auf unsere beiden großen Studienfahrten in diesem und im nächsten Jahr:

Im Herbst 2016 geht es nach Israel und Palästina, wo wir auf zahlreichen Begenungen vor Ort verstehen wollen, was diesen Konfliktherd am Frieden hindert und was dies für die Menschen dort im Alltag bedeutet. Alle Informationen zu dieser Reise finden Sie hier...

Nächstes Jahr wollen wir -ebenfalls im Herbst- nach Kuba aufbrechen. Die Veränderungen in dieser Region sind mit Händen zu greifen und werden als ein großes Erbe der Präsidentschaft Barack Obamas Bestand haben. Preise und Termine stehen noch nicht fest, alle Infos finden Sie aber schon hier...

Wir freuen uns auf ein spannendes Halbjahr mit Ihnen.

Ihr

Team der Staatspolitischen Gesellschaft

Liebe Freunde der Staatspolitischen Gesellschaft,

 

20150926 Matthias-6klHistoriker neigen ja dazu, eher auf das große Ganze zu schauen und weniger auf den einzelnen Tag oder die aktuelle Diskussion. In Zeiten wie diesen scheint das nötiger zu sein, denn je.

Vor einigen Jahren sahen Experten mit der Piratenpartei das Ende der klassischen Demokratie angebrochen, monatelang erging man sich dann in Untergangszenarien für Griechenland und die EU, kurzzeitig stand VW vor dem Zusammenbruch und vor einem Jahr sahen einige Pessimisten bereits das Ende Deutschlands unmittelbar bevorstehen: Millionen von Flüchtlingen würden unser Land überrennen, die Sozialkassen leersaugen oder – wenn sie dann doch erwartungswidrig arbeiten - Deutschen den Arbeitsplatz wegnehmen. Zwischen Grenzzäunen und Schießbefehl irrlichterten die Meinungen am Parteienrand. Nichts davon trat ein. Heute verwalten wir halbleere Flüchtlingsunterkünfte.

Keines der angesprochenen Themen ist erledigt, immer noch sind Fragen offen, aber der mediale Hype hat sich längst abgewandt und jagt anderen Themen hinterher, z.B. der AfD. Zurück bleiben Wortgeschütze und verbale Kriegsgebiete.

Politik ist die Kunst des Möglichen, sagte Bismarck und genau so banal ist es: In jeder Situation unter den gegebenen Bedingungen Mehrheiten für Lösungen schaffen, die das Beste für das Gemeinwohl darstellen. Dies im Streit widerstrebender Interessen, aufgeregter Medien und kritischer Bürger. Wer hier einfache Lösungen im Köcher hat, hat schon die Rahmenbedingungen nicht verstanden, geschweige denn die Materie selbst.

Die Staatspolitische Gesellschaft versucht seit ihrer Gründung 1959 ein stabilisierendes Rädchen im Getriebe unserer Demokratie zu sein: Aufklären, Reflektieren, Abschätzen, Einordnen und Beteiligen. Das sind unsere Prinzipien. Die Hysterie und die Eskalation, die Schwarzmalerei von Untergangsszenarien sind genauso wenig unser Ding, wie einfache Lösungen oder die Fokussierung auf die lautesten Stimmen.

Für uns ist der größte Stabilitätsanker der Demokratie der mündige Bürger: Er folgt keinen Demagogen, er ist kritisch, aber nicht manipulierbar, er ist mutig, aber nicht auftrumpfend. Und er weiß, dass an Kompromiss und halbfertigen Lösungen manchmal kein Weg vorbeiführt. Er lebt mit den Mängeln der Demokratie, weil er weiß, dass sie menschengemacht ist. Er weiß um den Wert des Streits, verwechselt ihn aber nicht mit Hysterie.

Wir wollen mit unserer Arbeit diesen Bürger, also uns alle, unterstützen, mit Informationen versorgen und zu einem tragenden Element der Demokratie machen. Dies scheint uns gerade in aufgeregten Zeiten wie diesen notwendiger als je zuvor.

Machen Sie mit, mischen Sie sich ein und seien Sie uns auch in der zweiten Jahreshälfte herzlich willkommen.

 

Ihr Matthias Fischer und das Team der SG

Liebe Freunde der Staatspolitischen Gesellschaft,

16 1vermutlich wird „Flüchtlingskrise“ das Wort des Jahres 2015. Kein Tag ohne dieses Thema, kein Tag ohne Streit, Forderungen und schrille Töne. Und kein Tag, an dem in unserer Stadt nicht Freiwillige und Ehrenamtliche Unfassbares leisten, ohne dass es entsprechend gewürdigt wird.

Auch bei uns im Programm findet sich das Thema, natürlich. Denn kein Thema braucht differenzierte Auseinandersetzung so wie dieses. Der Umgang mit den Flüchtlingen aus aller Welt zwingt uns zu einer Position: Wollen wir „christliches Abendland“ sein, dass sich den Idealen des Christentums, der Aufklärung, der Offenheit und der Freizügigkeit auch dann verpflichtet fühlt, wenn dies vielleicht mit Einschränkungen und Veränderungen verbunden ist? Oder sind wir „Schönwetter-Humanisten“, die alle christlichen und humanistischen Werte über Bord werfen, wenn es schwierig wird?

Ja, der Zustrom von Flüchtlingen ist eine große Herausforderung für unser Land und auch unsere Stadt. Und natürlich ist die Politik gefordert, geltendem Recht Durchsetzung zu verschaffen und ggf. die rechtlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Und natürlich erfordert der islamistische Terror die klare Antwort einer wehrhaften Demokratie.

Aber es kann doch überhaupt keinen Zweifel daran geben, dass wir Menschen, die aus Bürgerkriegen fliehen, Asyl gewähren müssen. Und es kann doch auch keinen Zweifel daran geben, dass gerade unser Land dies noch am ehesten leisten kann, verglichen mit Ländern wie der Türkei, dem Libanon oder Jordanien, die ein Vielfaches an Flüchtlingen aufnehmen. Die wenigsten von uns haben bisher wirklich persönliche Einschränkungen hinnehmen müssen, weil wir in unserer Stadt viele Flüchtlinge unterbringen müssen.

Angst ist selten ein guter Berater in der Politik. Gleichzeitig ist sie das beste Mittel, um Menschen zu bewegen. Wir möchten mit unserer Arbeit dazu beitragen, dass wir alle uns angstfrei und gelassen diesen Herausforderungen stellen. Unsere Demokratie ist stabil, unsere Integrationskraft groß, unser Wohlstand nicht in Gefahr. Anstelle der diffusen Angst setzen wir die klare Analyse, gegen die undurchsetzbare Forderung stellen wir die Frage nach dem Machbaren. Und anstelle der Furcht vor Veränderung leitet uns die Dankbarkeit, uns diesen Herausforderungen und Fragen in Frieden und Wohlstand stellen zu können, leitet uns das Bewusstsein, auf diesem Erdball zu den privilegierten Ländern und Gemeinwesen zu gehören.

Lassen Sie uns diese Werte verteidigen, denn sie machen den Kern unserer Gesellschaft aus. Auch den der Staatpolitischen Gesellschaft.

Ihr

Matthias Fischer

-Geschäftsführer-